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Aus der Dresdner Gegend kam Schauspieler Jürgen Fliegel nach Leipzig, fühlt sich
seit Jahren hier und auch als tratschsüchtige „de Biedschn“ im Lene-Voigt-Programm wohl.

Als Schauspieler der Theaterkompanie spielt er u.a. im „Nathan" den Sultan Saladin
und den Klosterbruder, im „Besucher“ den „Nazi“ und lüftet
„Das Geheimnis des Tabernakels“. Er sitzt deutschlandweit als Dominikus
auf der „Judenbank", alle Gesprächspartner in Doppelrollen spielend.
Als Lene Voigt typische Frau Biedschn im Reisebus oder Theater-Café hat er auch
schon Improvisation und Dichtung verbunden und Alt- wie Gast-Leipzigern
Lachsalven entlockt.

Mit einem anständigen Beruf fing alles an, als Instandhaltungsmechaniker hat er
Flachbagger repariert. In der Kirchgemeinde rief er „Schwerter zu Pflugscharen",
eine Waffe wollte er nicht in die Hand nehmen und diese Fakten waren dann auch ausschlaggebend bei der Aufnahmeprüfung an der Rostocker Schauspielschule.

Jürgen Fliegel kam 20-jährig in die Leipziger Spielgemeinde, das Theater der Kirche war
damals ein großes Team von 15 Schauspielern und Mitarbeitern.
„Bei Frank Obermann habe ich das Handwerk gelernt: Sprecherziehung,
Szenenstudium, Tanz und anderes."



Auszüge: Theaterleute intim, Karsten Pietsch, Zeitpunkt Leipzig – Mai 2007

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